Quality Night München

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Quality Night München 2022

“Die wahre Geschichte der agilen Reise – ein Reisebericht zur Agilität und bis zu den Sternen”

Im Februar 2001 trafen sich 17 führende IT-Berater und -Autoren zum Diskutieren, Skifahren und Entspannen – und um nach fachlichen Gemeinsamkeiten zu suchen. Das Ergebnis dieses Treffens war eine Erklärung zur Agilen Softwareentwicklung, das „Manifesto for Agile Software Development“, welche(s) in den darauffolgenden Jahren zu einem Leitstern bei der Einführung und Anwendung agiler Methoden wurde.

Heute gibt es nicht nur eine – manchmal verwirrende – Vielzahl von agilen Frameworks, Methoden und Buzzwords, sondern diese Methoden und Frameworks werden auch in komplexeren Projekten jenseits der klassischen Information Technology sowie in IT-fernen Bereichen wie Human Ressource, Sales und Marketing eingesetzt.

Reicht heute das ursprüngliche Manifest noch als Leitstern aus? Warum werden immer noch Scrum-Projekte während der Durchführung vom traditionellen Wasserfall hinweggespült? Brauchen wir mehr Quality Engineering? Ist Agilität überhaupt geeignet für komplexe Projekte mit Hardware, Mechanik und Konstruktion? Wie kommen wir zu einer Unternehmensstruktur, welche dem agilen Ansatz gerecht wird?

Auf diese – und auf Ihre – Fragen wollen wir gemeinsam nach Antworten suchen.

16:00 Begrüßung
16:15 Christian Brandes (isento) „Zu den Sternen – was agile Teams von der Raumfahrt lernen können“
16:30 David Uhlenberg (Method Park) „Das Agile Manifesto hat seine Strahlkraft verloren! Was ist zu tun?“
17:10 Franziska Stoffer & Florian Leuchtenstern (Tantive GmbH) „Warum New Work in den meisten Organisationen scheitert und viele Konzerne mehr Papst als Empowerment leben.“
17:50 World Café (45 Minuten)
18:35 Sven Schirmer & Daniel Knott (MaibornWolff) „Unsere Reise zum Quality Engineering – warum Testing allein in der agilen Welt zu wenig ist“
19:15 Pause
19:40 Jutta Jürgens (infoteam Software AG) „Mein SCRUM ist ins Wasser gefallen! – und nun?“
20:20 Thomas Schütz (Protos) „Let’s save the World – One Company at a Time – Auf dem Weg zum selbstorganisierten Unternehmen“
21:00 Networking und Führung NextReality Lab
Christian Brandes (isento) „Zu den Sternen – was agile Teams von der Raumfahrt lernen können“
Abstract:
„Die wahre Geschichte der agilen Reise… bis zu den Sternen“? Und tatsächlich: Es existieren überraschende und frappierende Parallelen zwischen agilen Projekten einerseits und Raumfahrt, Astronomie und Kosmologie andererseits. In diesem kurzen (und nicht immer ganz ernst gemeinten) Vortrag erfahren Sie deshalb etwas über Dunkle Materie und Dunkle Energie, über Perspektiv-Wechsel, interdisziplinäre Crews und darüber, was die Navigation im Erdorbit mit der Erreichung Ihrer Projektziele zu tun hat. Per aspera ad astra!
David Uhlenberg (Method Park) „Das Agile Manifesto hat seine Strahlkraft verloren! Was ist zu tun?“
Abstract:

Wann waren Sie das letzte Mal ohne Navi in fremden Gefilden unterwegs? Sind Sie sicher am Ziel angekommen? In der Anfangszeit der agilen Softwareentwicklung war das Agile Manifesto (für Software Entwicklung) als Navigationsgerät oder Leitstern bei der Einführung und Anwendung agiler Methoden wie Scrum essenziell. Heute, rund 20 Jahre später, gibt es neue Herausforderungen, bei denen die Strahlkraft des Leitsterns noch stärker gefragt ist:

Zum einen stehen wir vor einem Meer von agilen Frameworks und Methoden. Das führt häufig dazu, dass Entscheider überfordert sind, die richtige Auswahl zu treffen. In unseren Gesprächen fällt immer wieder auf, dass kaum begründet erklärt werden kann, warum „agil“ gearbeitet werden soll und warum die Wahl auf bestimmte Methoden gefällt wurde. Zum anderen gehen wir mit dem Thema Agilität derzeit stark in die Breite: die Produkte werden komplexer, sodass Domänen wie Hardware, Mechanik und Konstruktion mit dem Thema in Berührung kommen. Unter dem Buzzword „Business Agility“ kommen auch Teams wie HR, Marketing und Sales hinzu. Hier gibt es viele Menschen, denen das Mindset und die Begrifflichkeiten rund um Agilität vermittelt werden müssen.

Ist das Agile Manifesto diesen Herausforderungen gewachsen? Welche Schwachstellen beobachten wir in unserer täglichen Arbeit als Agile Coaches? Und wie kann man das Agile Manifesto heute für die oben genannten Herausforderungen als Leitstern wieder zum Strahlen bringen?

Diese Fragen versucht der Vortrag zu beantworten. Dabei berichtet der Referent von seiner Arbeit mit Non-SW-Teams und der Anwendung einer speziellen Methodik, in deren Herzen die Agilen Werte und Prinzipien stehen.

Über den Referenten:
David Uhlenberg bereichert mit seiner intensiven Praxiserfahrung das Team Systems Engineering bei Method Park. Als Lead Agilist ist er teamübergreifend aktiv. Dem Thema Agilität hat er sich durch und durch verschrieben. Als Scrum Masters und Agile Coach trägt er agile Entwicklungsmethoden in die Unternehmen der Method Park Kunden mit einer Begeisterung, die ansteckt. Konsequenterweise bildet er in der Scrum Master School auch seine Kolleginnen und Kollegen bei Method Park zu neuen Scrum Mastern aus. Zudem leitet David Uhlenberg beim ASQF e.V. die Fachgruppe People – Projects – Processes.

Franziska Stoffer & Florian Leuchtenstern (Tantive GmbH) „Warum New Work in den meisten Organisationen scheitert und viele Konzerne mehr Papst als Empowerment leben.“

Abstract:
Wie es richtig gehen kann, zeigen Euch Franziska und Florian mit einem konkreten Beispiel aus ihrem Alltag. Dabei nehmen sie Euch mit auf eine Reise von Mafia und katholischer Kirche hin zu pluralistischen und integrativen Unternehmensformen.

Nachmachen ausdrücklich erwünscht – Vorsicht kann bei Chefs zu allergischen Reaktionen führen.

Jutta Jürgens (infoteam Software AG) „Mein SCRUM ist ins Wasser gefallen! – und nun?“
Abstract:

Agile Softwareentwicklung mit dem Rahmenwerk SCRUM kann vieles:

  • den Kunden begeistern,
  • die Qualität sichern,
  • die Entwicklungskosten reduzieren,
  • die Motivation des Teams steigern,
  • den Wissenstransfer zum Alltag machen,
  • die Arbeitgeberattraktivität steigern.

Hört sich gut an? Ist auch gut, wenn alle Prinzipien von SCRUM bekannt sind und eingehalten werden.
Mit einem Beispiel aus der Praxis stelle ich Ihnen vor, wie SCRUM ins Wasser fällt – den Wasserfall hinuntergespült wird und grandios untergeht.
Die oben genannten Möglichkeiten schlagen ins Gegenteil um – nun, kein Wunder: unter Wasser fehlt der vitalitätsspendende Sauerstoff.
Genau da wird die Geschichte interessant: was wurde unternommen, um SCRUM zu bergen? Die Initiativen dafür waren für alle Beteiligten anstrengend – langwierig – frustrierend und auch enorm lehrreich.
Wieviel Wahrheit in diesem Spruch steckt:
„Am Ende wird alles gut und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht am Ende“ möchte ich mit dem Auditorium nach dem Praxisbeispiel diskutieren.

 

Daniel Knott & Sven Schirmer (MaibornWolff) “Unsere Reise zum Quality Engineering – warum Testing allein in der agilen Welt zu wenig ist”

 Abstract:
Viele Unternehmen setzen Software Tester:innen in einem Team ein, um die Qualität zu sichern. Dabei wird die Anwendung entweder manuell oder automatisiert getestet. Jedoch hat sich die Rolle der Softwaretester:innen im agilen Kontext sich in den letzten Jahren stark verändert.
Softwarelösungen und Architekturen, werden immer komplexer und vernetzter. Dadurch reicht es nicht mehr aus, die Qualität nur auf Teamebene im Auge zu behalten.
In der Regel arbeiten viele Teams gemeinsam an einem Produkt, aber nur wenige Unternehmen konzentrieren sich auf die gesamte Produktqualität aus einer ganzheitlichen Sicht. Das Ergebnis ist oft, dass Kunden frustriert sind, weil Unternehmen dazu neigen, in internen Strukturen zu denken und zu arbeiten, anstatt den Nutzer in den Fokus zu stellen.
Wir von MaibornWolff, aus der Abteilung Produktqualität, beraten unsere Kunden in allen Qualitätsaspekten, vom Entwicklungsprozess über die Freigabe bis hin zum Live-Monitoring eines Produktes. Aber wie machen wir das? Im Jahr 2021 haben wir beschlossen, unsere Software Testing Abteilung, die sich bisher nur auf das Testen konzentrierte, in eine umfassendere und ganzheitlichere Abteilung für Produktqualitätsentwicklung umzuwandeln.
In diesem Vortrag werden wir den Übergangsprozess von einer reinen Testabteilung zu einer breiteren, ganzheitlicheren Abteilung für Produktqualitätstechnik erläutern. Wir sprechen über die neue Abteilungsstruktur und die Rollen. Die neuen Weiterentwicklungspotentiale für unsere Teammitglieder und welche Vorteile unsere Kunden von der ganzheitlichen Sichtweise auf die Qualität haben. Außerdem gehen wir auf die Herausforderungen und Probleme ein, die in der Übergangsphase aufgetreten sind.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  1. Worum es beim Product Quality Engineering geht.
  2. Vorteile eines Abteilungswechsels.
  3. Neue Möglichkeiten für die persönliche Entwicklung.

Thomas Schütz (Protos) „Let’s save the World – One Company at a Time – Auf dem Weg zum selbstorganisierten Unternehmen“
Abstract:
Warum dauern selbst wichtigste Entscheidungen in klassischen hierarchischen Organisationen derartig lange?
Warum werden die Listen mit den offenen Punkten immer länger?
Und das wichtigste: Warum sind viele Mitarbeiter in manchen Firmen so unzufrieden?
Die Beantwortung dieser Fragen wird in vielen Firmen, Projekten oder Teams immer dringender. Einen Ausweg scheinen die Selbstorganisation und Methoden wie Holacracy oder Sociocracy zu bringen.

Im Vortrag möchte ich von unseren größtenteils positiven Erfahrungen und dem Weg zur Selbstorganisation unserer Firma berichten.

  • Warum haben wir uns zu dem Schritt entschlossen?
  • Wie sind wir die Veränderung angegangen?
  • Was für Schwierigkeiten gab es auf dem Weg?
  • Was sind positiven Effekte nach fast 3 Jahren – für Mitarbeiter und Firma?
  • Warum sollten das mehr Firmen machen?

Über den Referenten:
Thomas Schütz studierte Luft- und Raumfahrttechnik in München und gründete 1997 die Protos Software GmbH. Als Softwareprojektleiter oder Architekt konnte er seine Erfahrung in der Verbindung modellbasierter Ansätze mit den Anforderungen von Embedded Systemen in zahlreiche Projekte einbringen. Thomas Schütz berät Firmen beim Aufbau domänenspezifischer Werkzeugketten für Embedded Systeme und ist Projektleiter des Eclipse Projektes eTrice.

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